Gründe für Gewichtszunahmen

Gewichtszunahme

Es ist offensichtlich, dass man an Gewicht zunimmt, wenn man mehr isst als der Körper verbrauchen kann. Aber eine Gewichtszunahme kann auch gesundheitliche Ursachen haben, wie zum Beispiel das Cushing Syndrome (eine Hormonkrankheit), Hypothyreose (Schilddrüsenunterversorgung), Nahrungsmittelunverträglichkeit, Organkrankheiten, Blutzuckerungleichgewicht oder Mangel an Fettsäuren.

Die meisten Gewichtszunahmen werden eher durch natürliche Umstände verursacht als durch Krankheiten. Zum Beispiel ist es völlig normal, während der Schwangerschaft an Gewicht zu zunehmen, weil es das normale Wachstum des Kindes begünstigt. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht unkontrolliert an Gewicht zunehmen. Sie nehmen unbeabsichtigt Gewicht zu, wenn Sie übermäßig Kalorien zu sich nehmen.

Gewichtszunahme ist ein normaler Vorgang wenn man altert, besonders im mittleren und höheren Alter wenn der Stoffwechsel nachlässt und man seine Essgewohnheiten nicht anpasst oder sich nicht ausreichend bewegt um die überschüssigen Kalorien zu verbrennen.

Gewichtszunahme kann auch ein Symptom für ein Ungleichgewicht in einem der Körperbereiche sein, wie zum Beispiel im Herzen, Harntrakt, Hormonhaushalt, Neurologischen Netzoder Atmungssystem. Schnelle und unkontrollierte Gewichtszunahme kann ebenfalls ein Symptom für Flüssigkeitsansammlungen bei Nieren oder Kreislaufkrankheiten sein.

Neben Krankheiten kann die Gewichtszunahme auch durch verschiedene Medikamente verursacht werden: Kortikoid, Beruhigungsmittel, Lithiumm, Antidepressiva und Medikamente die Flüssigkeitsablagerungen begünstigen sind einige dieser Medikamente.

Ursachen für Gewichtszunahmen

Diäten: Auf Grund einer Diät kann man sehr schnell an Gewicht zunehmen. Während der Diät stellt sich der Körper auf die Nahrungsknappheit, welche die Diät vorschreibt, ein. Dazu fährt der Körper den Stoffwechsel runter.

In Wirklichkeit ist abnehmen nichts anderes als Fett zu verlieren.

Nahezu 25% des Gewichtsverlusts ist auf den Rückgang von Muskelgewebe, Wasser und anderes mageres Gewebe zurück zu führen. Der Körper ist während der Diät so eingestellt, dass er das Fett hällt. Wenn der Körper durch eine Zeit des Nahrungsknappheit geht, wird als Erstes Wasser und Muskelmasse abgebaut um die Fettreserven zu halten.

 

Insulinresistenz: Die Zellen im Körper fangen an das hohe Insulinniveau zu ignorieren und werden resistent gegen die Hormoneffekte wenn das Insulin über einen längeren Zeitraum ständig frei gesetzt wird. Dadurch kann die Gewichtszunahme bis zur Fettleibigkeit führen.

Manche Nahrungsmittel, darunter das Fast Food, haben wenig Nährwerte, dafür aber viel gesättigtes Fett zusammen mit stärkehaltigen Kohlehydraten, wenig Ballaststoffen und wenig pflanzlichen Proteinen die eine große Rolle für die Insulinresistenz spielen. Bequemer Lebensstil, Stress, Vererbung, Fettleibigkeit, Zigaretten- und Alkoholkonsum sind andere Faktoren die eine Insulinresistenz begünstigen.

Bei einer Insulinresistenz ist nicht nur das Blutzuckerungleichgewicht, sonder auch die Leber, das Nervensystem, die Bauchspeicheldrüse und der Adrenalinspiegel gefährdet. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen sind neben einer angemessenen Ernährung und einer Veränderung der Lebensumstände noch andere Maßnahmen erforderlich.

 

Psychologische Ursachen: Psychologische Störungen wie extremer Stress oder Angstgefühle, Essstörungen mit Polyphagie oder Überernährung führen zur Gewichtszunahme.

 

Hormonungleichgewicht: Hormone können auch eine wichtige Rolle bei Gewichtszunahme spielen. Östrogen zum Beispiel wird nachgesagt, die Fettansammlung im Körper zu verursachen. Es soll ebenfalls für Funktionen anderer Drüsen verantwortlich zu sein. Manche Krankheiten wie das Polyzystische Ovalsyndrom werden mit Gewichtszunahme und Insulinresistenz in Verbindung gebracht.

 

Mangel an wichtigen Fettsäuren: Der Körper braucht wichtige Fettsäuren, wie zum Beispiel Leinsamenöl, die als gute Fette für die Hormonproduktion und die Regenerierung des Kreislaufs bekannt sind. Unter Umständen sollte man mehr fetthaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen wenn man einen Mangel an diesen Fettsäuren hat die zu einer Gewichtszunahme führen würde. Mangel an Fettsäuren ist oft verbunden mit Herzkrankheiten, Arthritis, Diabetes und dem Premenstruellen Syndrom.

 

Nahrungsmittelallerige: Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit ist ein Hauptfaktor für Gewichtszunahme. Wenn man gezwungener maßen Nahrungsmittel zu sich nimmt, gegen die man allergisch ist, wird man langsam davon abhängig. Der Körper kann die Nahrung speichern anstatt sie als Energie zu verbrauchen im Falle einer Nahrungsmittelallergie, deshalb gibt es keinen Zweifel daran, dass man Gewicht zunimmt wenn man Nahrung zu sich nimmt gegen die man allergisch ist.

 

Sucht: Süchtigmachende Nahrungsmittel spielen eine wichtige Rolle bei Gewichtszunahmen. Süchtigmachende Zutaten wie zum Beispiel Zucker werden vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln zugesetzt. Bei vielen Herstellern ist dies jedoch unerwünscht und es wird nach Zuckerersatzstoffen gesucht.

Als Ergebnis begehrt der Körper diese Nahrungsmittel aufgrund der Sucht die sich im Körper entwickelt hat. Dadurch verändert sich auch der Geschmacksinn so das gesündere Nahrung fad schmeckt.

 

Alter: Im Alter wird es schwieriger ein bestimmtes Gewicht zu halten. Dies ist ein natürlicher Vorgang da man weniger aktiv wird. Da in der Regel ein gesunder Lebensstandart nicht erhalten wird, degeneriert der Körper und das Stoffwechselsystem verlangsamt sich. Mit einem verlangsamten Stoffwechsel wird es schwieriger sein Gewicht zu halten.

 

Wenn man immernoch der Ansicht ist, dass die eigene Gewichtszunahme nichts mit den oben genannten Gründen zu tun hat, sollte man einen Arzt konsultieren.