Fettleibigkeit

Fettleibigkeit

Man hat die Form eines Apfels, wenn man Fett am Bauch hat. Fettleibigkeit ist mehr als nur ein paar Pfund zu viel. Fettleibigkeit ist die schwere Ansammlung von Fett im Körper in dem Maße, so dass schnell ein hohes Risiko erreicht wird Krankheiten zu bekommen, die einen Lebensjahre kosten, wie zum Beispiel Herzkrankheiten oder Diabetes.

Das Fett kann sich gleichmäßig am Körper verteilen oder es ist am Bauch konzentriert oder an der Taille (Apfelform) – oder an den Hüften und Schenkeln (Birnenform).

Für medizinische Zwecke wird der Body-Mass-Index (BMI) herangezogen um zu bestimmen, ob das Gewicht in einem gesunden Maß ist. Ärzte nutzen den BMI weil er das Gewicht ins Verhältnis zur Größe setzt.

Zentrale Fettleibigkeit ist sehr gefährlich für die Gesundheit, daher macht es Sinn, den Bauchumfang zu messen um sein Übergewicht abzuschätzen. Außerdem ist es sinnvoll, das Verhältnis zwischen Hüft- und Bauchumfang zu bestimmen.

 

Den BMI bestimmen:

Oder man nimmt sein Gewicht in Kg und teilt es durch die Größe in m zum Quadrat.

 

Beispiel:

Jemand wiegt 80kg und ist 1,7m groß

  1. Das Gewicht mit sich selbst mal nehmen: 1,7 x 1,7 = 2,89
  2. Das Gewicht durch diese Zahl teilen 80 / 2,89 = 27,7

Das ist der BMI.

 

BMI – Testen

Die Aussagefähigkeit deines BMI hängt davon ab, ob du apfel- oder birnenförmig bist.

Messe mit einem Maßband deinen Bauchumfang unterhalb des Bauchnabels und deine Hüfte an der breitesten Stelle deines Beckens.

Für eine Frau ist der ideale Wert bei weniger als 80cm. 80cm bis 88cm ist erhöht und mehr als 88cm stark erhöht.

Für einen Mann liegt der ideale Wert bei weniger als 94cm. 94cm bis 102cm ist erhöht und mehr als 102cm ist stark erhöht.

Um dein Bauch-Hüften-Verhältnis zu errechnen, teile dein Bauchumfang durch deinen Hüftenumfang.

Ein Wert von 1 oder mehr bei Männern oder 0,85 oder mehr bei Frauen sagt aus, das du um deine Mitte zuviel Fett hast und dadurch eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten wie Fettleibigkeit, Typ 2 Diabetes und Herzkrankheiten.

Ein normaler BMI liegt zwischen 18,5 und 25.Übergewicht ist bei einem BMI von 25 bis 30 der Fall. Du bist fettleibig ab einem BMI von 30. Und stark übergewichtig bei einem BMI von mehr als 40.

 

Wie oft kommt Fettleibigkeit vor?

Englische Statistiken aus 2009 zeigten, dass 44% der Männer und 33% der Frauen als übergewichtig gelten und fast ein Viertel aller Erwachsenen (22% der Männer und 24& der Frauen) fettleibig sind

Dies sind mehr als 12 Millionen Menschen die die Gesundheitsdienste für Krankheiten in Anspruch nehmen, die mit Fettleibigkeit zusammen hängen, wie Diabetes . Besonders apfelförmige Fettleibigkeit nimmt zu, besonders unter den jüngeren Leuten.

Mindestens ein drittel aller Kinder zwischen 2 und 15 Jahren sind übergewichtig.

Staatliche Statistiken zeigen außerdem, das Kinder mehr Probleme mit ihrem Gewicht haben, wenn ein Elternteil bereits übergewichtig ist. Noch höher ist das Risiko wenn beide Elternteile übergewichtig sind.

 

14% der Jungen sind übergewichtig

17% der Mädchen sind übergewichtig

19% der Jungen sind fettleibig

18% der Mädchen sind fettleibig

 

Welche Probleme kann Fettleibigkeit verursachen?

Die hier gezeigten BMI Werte gelten nur für Erwachsene.

Ärzte nutzen spezielle Diagramme den BMI für Kinder zu bestimmen, welche das Wachstum und die Entwicklung berücksichtigen.

Psychologisch kann Fettleibigkeit dein Körperbild und Selbstvertrauen beeinträchtigen. Manchmal kann dies soziale Angst und Depressionen verursachen.

 

Physische Probleme können sein:

  • Kurzatmigkeit
  • Probleme beim laufen oder Rennen
  • erhöhter Schweißausfluss
  • Knie- und Rückenschmerzen
  • Hautprobleme wie Akne
  • Gallensteine

 

Die folgenden Gesundheitszustände sind häufiger bei fettleibigen Menschen anzutreffen:

  • Bluthochdruck
  • hohes Cholesterin
  • Arterienverhärtung, Herzattacken und Herzschlag
  • Typ 2 Diabetes
  • Arthrose
  • manche Krebsarten

 

Diese Zustände gelten als mit Fettleibigkeit Verbunden und sind die Ursache für die meisten Todesfälle von Menschen unter 75. Deswegen erhöht Fettleibigkeit die Sterblichkeit.

 

Was verursacht Fettleibigkeit?

Fettleibigkeit kann vererblicht werden, dadurch sind manche Leute einem höheren Risiko ausgesetzt. Gene können den Appetit, die Fettverbrennung und Fettspeicherung beeinflussen. Diese Faktoren setzen dich einem erhöhten Risiko aus übergewichtig zu werden, weil sie deine Ess- und Fettverbrennungsverhalten verändern.

Manche erbliche Krankheiten können auch Fettleibigkeit verursachen, wie das Stein Leventhal Syndrome oder Hypothereose.

 

Fettleibigkeit entwickelt sich aus:

  • übermäßigem Essen
  • unregelmäßige Mahlzeiten
  • wenig Bewegung

Deswegen hat sich die Fettleibigkeit verdreifacht seit 1980, als nur 6% der Männer und 8% der Frauen fettleibig waren.

Seit dieser Zeit hat sich die Lebensweise drastisch verändert, wie durch energiereicheres Essen und dem Autoverkehr.

Die Lebensweise ist einer der wichtigsten Faktoren die bestimmen, wie weit dich genetische Voreinstellungen in deinem Körper beeinflussen, Gewicht zu zu nehmen. Diesen Lebensstil kann man aktiv beeinflussen.

Arzneimittel wie Antidepressiva, Kortikoid oder die Pille kann ebenfalls Gewichtszunahmen verursachen.

 

Wann wird Fettleibigkeit gefährlich?

Englische Kleidergrößen:

 

Bei Frauen liegt das Ziel für den Bauchumfangs bei 80cm, dies entspricht Größe 16.

Größe 14 16 18 20 22 24 26

Bauch 79 84 89 95 101 107 113

Liegt dein BMI über 25 solltest du abnehmen, das gleiche gilt, wenn du zuviel Fett in deiner Mitte trägst, denn dies erhöht das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes.

Der Bauchumfang sollte bei Männern nicht mehr als 102cm, bei Frauen nicht mehr als 88cm betragen. Für Asiaten liegen die Grenzen bei 90cm für die Männer und bei 80cm für die Frauen, da diese Menschen eine höhere Anfälligkeit für Fettleibigkeit haben.

Um einer Herzkreislauferkrankung vorzubeugen, sollte dein Bauchumfang nicht mehr als 94 bei Männern und 80cm bei Frauen betragen.

 

Wie wird Fettleibigkeit behandelt?

Eingangs wird der Doktor eine Diät und Sport verordnen um Gewicht zu verlieren. Klinische Richtwerte zielen auf einen Gewichtsverlust zwischen 5 und 10kg in drei Monaten ab, also ca. 0,5kg pro Woche.

Bei Fettleibigkeit hätte dies einen positiven Effekt auf deine Anfälligkeit für Kreislaufkrankheiten und Diabetes, da der Blutdruck, Blutzucker und das Cholesterin gesenkt würde.

Ein Diätspezialist kann Ratschläge zum kauf von Lebensmitteln erteilen und einen Diätplan entwerfen. Diätpläne basieren in der Regel auf einer Low-Fat Diät mit 1500-2000 Kalorien am Tag. Dies sollte für eine Gewichtsabnahme von 5-10kg bei 90% aller Fettleibigen ausreichen.

 

Wie Diät- und Sportpläne helfen

Der Körper braucht ein gewisses Maß an Energie jeden Tag. Überschüssige Energie wird als Fett gespeichert. Je aktiver man ist, desto mehr Kalorien werden verbrannt.Wenn man weniger isst als man verbraucht und zustzlich Sport treibt, zwingt man seinen Körper die Fettreserven zu verbrauchen. Beim verbrennen von Fett verliert man Gewicht. Bauch und zentrales Fett sind anfällig für Sport.

Jeder menschlicher Körper braucht Sport um gesund zu bleiben. Im Idealfal verbringt man 150min pro Woche mit Sport (30min pro Tag an 5 Tagen der Woche)

Das reicht um sich außer Atem zu fühlen und den Puls um 65-80% zu erhöhen.

Wenn man diese Bewegung mit einer gesunden Diät kombiniert, sollte man ständig sein Gewicht bis auf einem gesunden Level reduzieren.

 

Wann sind medizinische Maßnahmen erforderlich?

Der Arzt wird nur medizinische Maßnahmen ergreifen, wenn die Diät und der Sport nicht erfolgreich waren.

Ein bekanntes Arzneimittel zum abnehmen ist Orlistat. Auch bei der Einnahme von Orlistat ist trotzdem ein Diät- und Sportplan einzuhalten. Nach drei Monaten wird die Einnahme von Orlistat nur fortgesetzt, wenn man 5% seines Gewichtes abgenommen hat.

Nach der Behandlung kann der Jojo Effekt auftreten. Um dies zu vermeiden ist weiter die Änderung von Ess- und Bewegungsgewohnheiten erforderlich.

Medikamente gegen Fettleibigkeit sind für junge Menschen unter 18 Jahren nicht geeignet, da die Nebenwirkungen auf Pupertät und das Essverhalten noch nicht völlig geklärt sind.

Orlistat reduziert die Menge an Fett welches bei der Verdauung absorbiert wird.

Der Arzt kann diese Medizin verschreiben wenn man Fettleibig ist, bei einem BMI ab 28 und gesundheitliche Risiken, wie Bluthochdruck, hohes Cholesterin und Diabetes, bestehen.

Eine niedrigere Dosis von Orlistat kann ohne Rezept in der Apotheke bezogen werden.

Bekannte Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Durchfall, Blähungeen und öliger/fetthaltiger Stuhl.

 

Operative Gewichtsreduzierung:

Ein operativer Eingriff kann in Betracht gezogen werden, wenn man krankhaft fettleibig ist oder einen BMI von 35-40 hat und ein hohes Risiko für dadurch verursachte Krankheiten hat.

 

Magenverkleinerung

Eine Art des Operativne Eingriffs ist die Magenverkleinerung. Häufig hat diese Art der Operation einen positiven Effekt auf die Kontrolle bei einer Diabetes 2 Erkrankung.

 

Magenband

Ein Magenband verkleinert das Volumen des Magens, so dass man sich bei einer kleinen Menge Nahrung schon satt fühlt. Dazu wird über eine schmale Öffnung in der Bauchdecke ein Band um den Magen gelegt, das eine kleine Kammer am oberen Teil des Magens bildet, welche die Nahrungsaufnahme begrenzt. Diese Operation ist umkehrbar.

 

Magenbypass

Ein Magenbeipass ist eine bleibende Operation am Bauch, mit der die Länge des Verdauungstrakts gekürzt wird. Dazu wird oben am Magen ein Beutel gebildet, welches mit dem Darm direkt verbunden wird. Dadurch passiert ein Teil der Nahrung nicht den Verdauungstrakt und wird auch nicht absorbiert.

 

Magenballon

Ein Magenballon ist eine weniger permanente Art der Operation und ist noch nicht überall verfügbar. Hierbei wird ein Ballon mit Hilfe eines Endoskops über den Mund in den Magen eingeführt. Dann wird Luft oder Flüssigkeit in den Ballon gepumpt. Dadurch wird der Magen gefüllter und man bekommt schneller ein Gefühl von Sättigkeit. In der Regel wird der Ballon nach sechs Monaten wieder entfernt.

Riskien bei Operativen Maßnahmen sind neben den üblichen Risiken bei Operationen auch Probleme wie langanhaltende Übelkeit, Sodbrennen, Erbechen und Durchfall.

Nach der Operation absorbiert der Körper wenige Nahrung, aber auch weniger Vitamine und Nährstoffe. Dadurch setzt man sich einem erhöhtem Risiko aus Krankheiten wegen Vitamin und Mineralmangel zu bekommen, wie Blutarmut oder Osteporose.

 

 

In the long-term

Während viele Diäten und Diätprodukte einen schnellen Effekt versprechen, ist Fettleibigkeit nichts was innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten zu behandeln ist. Die Nahrungsumstellung und Sport muss unter Umständen jahrelang angewand werden.

Abnehmpläne von Ärzten oder Diätexperten können ein effektiver Weg sein abzunehmen, aber ein größere Herausforderung ist es , sein Lebensstil so anzupassen, dass das Gewicht gehalten werden kann.

Dies kann nur durch eine permanente Umstellung des Ess- und Bewegungsverhaltens erreicht werden.