Fettabsaugung

Fettabsaugung - Liposukion

Liposuktion, Lipoplastik, Fettabsaugung oder einfach Lipo ist eine Art der plastischen Chirurgie, die in bestimmte Teile des Körpers eindringt und dort Fett entfernt, meistens im Magenbereich, aber auch oft die Oberschenkel, das Gesäß, Nacken, Kinn, Ober- und Unterarme oder Rücken. Das Fett wird dabei mit einem hohlen Instrument – einer Hohlnadel – entfernt, welches unter der Haut eingeführt wird. Dabei wird ein kraftvolles und effektives Vakuum auf die Hohlnadel ausgeübt.

In den Vereinigten Staaten und in Großbritannien ist Fettabsaugung die beliebteste Schönheitsoperation überhaupt. Jedes Jahr werden in den USA mehr als 400,000 solcher Eingriffe verübt.

Patienten, die sich für eine Fettabsaugung entscheiden, haben meist schon ein stabiles Gewicht und möchten unerwünschte Fettdepots an ungünstigen Körperstellen entfernen. Die Liposuktion ist keine Methode zum Abnehmen – sie ist keine Operation gegen Fettleibigkeit. Liposuktion entfernt keine Cellulitis, Hautlappen oder Doppelkinne. Das Ziel ist immer ein ästhetisches – der Patient möchte lediglich ein paar kosmetische Details an seinem Körper verändern.

Fettabsaugung entfernt Fettzellen permanent aus dem Körper. Hierbei kann die Körperform verändert werden. Wenn der Patient nach der Operation allerdings keinen gesunden Lebensstil führt, kann das Risiko bestehen, dass die verbleibenden Zellen unkontrolliert wachsen.

Die Menge an Fett, die bei diesem Eingriff entfernt werden kann, ist limitiert. Fettabsaugung hat eine Reihe an Risiken, so wie Infektionen, Taubheit an den betroffenen Körperstellen oder Narben. Wenn zu viel Fett entfernt wird, können nachhaltig Dellen in der Haut entstehen. Experten sagen, dass die Anzahl und Stärke der Risiken mit der Menge des entfernten Fetts zusammenhängen.

 

Einige medizinischen Zustände bessern sich durch eine Fettabsaugung, so wie:

    • Lipomas – Fett-Tumore.
    • Gynekomastie – Fett-Brüste bei Männern.
    • Lipodystrophie Syndrom – eine Störung im Fetthaushalt, bei der an einigen Stellen zu viel Fett im Körper ist und an anderen gar keins. Manchmal ein Nebeneffekt von HIV-Medikamenten.

Eine kurze Geschichte der Liposuktion

Die Liposuktion wurde 1974 von zwei Italo-Amerikanischen Chirurgen erfunden – Die Doktoren Giorgio und Arpad Fischer. Die eigentlichen Wurzeln der Liposuktion reichen aber bis ins Jahr 1920 zurück. Dr. Dujarier, ein französischer Chirurg saugte 1926 Fett an einem Model ab, das dabei starken Wundbrand in seinen Beinen bekam; als Konsequenz darauf ging die Interesse an solchen Operationen erst einmal zurück.

In den späten 1960ern verwendete der europäische Chirurg Leon Forrester Tcheupdjian primitive Kürettage-Techniken, um Fett zu entfernen – die Ergebnisse waren allerdings sehr ungleichmäßig, schmerzhaft und brachten eine hohe Todesrate mit sich.

Was wir heute als ‚moderne Liposuktion‘ bzw. Fettabsaugung kennen, begann 1982 mit einer Präsentation von Dr. Yves-Gerard Illouz, einem französischem Chirurgen. Er erfand, was wir als die ‚Illouz Methode“kennen – eine Technik der Lipolysis (Herunterbrechung oder Zerstörung von Fett) mit Infusionen und Absaugen von Fett. Illouz demonstrierte sowohl gute Ergebnisse als auch eine niedrige Sterberate. In diesem Jahrzehnt noch experimentierten viele amerikanische Chirurgen mit verschiedenen Techniken und entwickelten ihre Variationen der Illouz Methode – mit gemischten Ergebnissen.

Im Jahre 1985 wurde die tumescent Technik von Drs. Jeffrey Alan Klein (USA) und Patrick Lillis (USA) beschrieben, die eine andere Art der Betäubung nutzte, die die Operation in einem Büro ohne Vollnarkose ermöglichte. Es gab allerdings starke Bedenken, was die Mengen und Dosierungen der Betäubungsflüssigkeit anging, was zu dem Konzept der lower volume super wet tumescence führte.

Ende des letzten Jahrhunderts wurde nun auch mit Ultraschall bei der Entfernung von Fett gearbeitet. Allerdings kam es dadurch zu einer erhöhten Rate an Komplikationen.

Vor kurzem kamen mit Lasern bestückte Sonden dazu – mit ihnen wird thermale Lipolysis durchgeführt. Welche Vorteile hier gegenüber den anderen Techniken bestehen, ist noch fraglich.

Die Fortschritte der Fettabsaugung in den letzten Jahrzehnten bedeuten, dass Fett nun mit weniger Blutverlust, Risiken, Schmerzen und kürzeren Regenerations-Perioden durchgeführt werden können. Fett kann heute auch als natürliches Füllmittel verwendet werden, wenn es aus einem Körperteil entnommen und in ein anderes eingesetzt wird – zum Beispiel zur Ausformung des Hinterns oder zur Reduzierung von Falten.

 

Was ist der Zweck der Fettabsaugung?

Fettabsaugung - Liposukion

Fettabsaugung - Liposukion

Fettabsaugung wird in erster Linie zur Veränderung des Aussehens einer Person benutzt, nicht für Gesundheitsvorteile. In vielen Fällen lässt sich ein ähnliches oder besseres Ergebnis erzielen, wenn man seinen Lebensstil verändert – gute Ernährung und ausreichend Sport sollten helfen.

Experten sagen, dass Fettabsaugung nur benutzt werden sollte, wenn die Veränderung des Lebensstils wirkungslos bleibt. Zum Beispiel, wenn nach einer Diät weiterhin Fett-Ausprägungen bestehen.

Wenn Sie zunehmen, wird jede Fettzelle größer und voller. Liposuktion verringert die Anzahl dieser Zellen in isolierten Bereichen. Wie viel hierbei entfernt wird, hängt immer von der Größe des Bereichs und der Anzahl der bestehenden Zellen ab. Änderungen an der Körperform können langfristig beibehalten werden, wenn der Patient ein gesundes Leben führt.

Eine Fettabsaugung wird ausschließlich in kleinen und wenigen Teilen des Körpers verwendet und ist kein Mittel gegen Übergewicht oder zum Abnehmen. Es sollte auf keinen Fall verwendet werden, wenn der Patient Unregelmäßigkeiten im Hautbild wie Dellen oder Beulen loswerden möchte.

Patienten sollten stets die Vor- und Nachteile der Liposuktion mit ihrem Hausarzt besprechen, bevor sie sich für einen solchen Eingriff entscheiden. Wenn danach weiterhin ein starker Wille für den Eingriff besteht, sollten Patienten mit ihren Chirurgen darüber sprechen, wieso sie diesen Eingriff durchführen möchten und was sie sich davon erhoffen.

Liposuktion sollte vor ihrer Durchführung gut durchdacht sein. Ergebnisse sind nie groß, sondern subtil.

 

Die folgenden Körperteile sind beliebte Anwendungsbereiche der Fettabsaugung:
  • Bauch

  • Rücken

  • Gesäß

  • Brust

  • Oberschenkel

  • Seiten (Hüftgold)

  • Hüften

  • Nacken- und Kinnbereich

  • Oberarme

Laut der American Society of Aesthetic Plastic Surgery wird Fettabsaugung häufiger in Bauch- und Schenkelregionen der Frauen und bei Männern eher in Bauch und Seiten durchgeführt.

Experten sagen, dass die optimalen Fettabsaugungs-Kandidaten eine gesunde Hautfarbe und –Elastizität haben, da sich die Haut so problemlos an die neue Form anpasst. Leute, deren Haut nicht elastisch ist, haben hinterher meist Körperbereiche, an denen lose Hautlappen herunterhängen. Der Patient muss gesund sein – Leute mit Kreislaufproblemen, Diabetes oder schwachen Immunsystemen sollten verzichten. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Liposuktion ist häufig ein gutes Mittel gegen manche Gesundheitszustände, wie:

Lymphödem- eine chronische (langfristige) Krankheit, bei der sich Lymph (Flüssigkeit) in Gewebe staut und für Ödem (Schwellungen) sorgt. Diese Schwellungen treten häufig in Armen und Beinen auf. Die Flüssigkeit staut sich allerdings schneller, als sie abgebaut werden kann. Fettabsaugung dient hierbei als Maßnahme zur Flüssigkeitsentfernung, Schmerzreduzierung und Schwellungsblockierung.

Ärzte empfehlen Fettabsaugung allerdings nur Patienten mit schweren Symptomen. Häufig muss außerdem eine Kompresse nach der Operation getragen werden – oft länger als ein Jahr.

  • Gynäkomastie – häufig sammelt sich Fett in der männlichen Brust an. Eine Fettabsaugung kann Männerbrüste auf ein Minimum reduzieren.
  • Lipodystrophie Syndrom – Fett staut sich in einer Körperregion und fehlt dafür in einer anderen. Liposuktion kann dieses Ungleichgewicht entfernen.
  • Extremer Gewichtsverlust nach einer Fettleibigkeit – Wenn eine übergewichtige Person mehr als 40% ihres BMI durch Magenband oder ähnliche Maßnahmen verliert, können Hautlappen entstehen. Manchmal wird Liposuktion verwendet, um solche Unregelmäßigkeiten abzubauen.

 

Was passiert vor und während der Fettabsaugung?

Vor der Operation:

Patienten müssen zuerst ein paar Tests durchführen um zu bestimmen, ob sie fit genug für diesen Eingriff sind. Die folgenden Dinge werden verlangt:

  • Mindestens zwei Wochen vor der OP aufhören, Aspirin oder andere Entzündungs-Hemmer einzunehmen.
  • Frauen – wenn der Eingriff größer wird, müssen sie einen Zeitraum auf die Anti-Baby-Pille verzichten.
  • Patienten mit Anämie müssen einen bestimmten Zeitraum vor der Operation auf Eisen-Ergänzungsmittel verzichten.
  • Einverständniserklärung – Patienten müssen eine Einverständniserklärung unterschreiben, in der sie ihr Wissen über Risiken, Vorteile und Alternativen dieses Eingriffs erklären.

Während der Operation

 

Fettabsaugung - Liposukion

Zunächst wird der Chirurg Striche auf dem Körper der zu behandelnden Person aufzeichnen, die besagen, wo der Eingriff vorgenommen werden wird. Als nächstes werden Bilder des Zielbereichs und meist auch vom ganzen Körper gemacht; diese dienen zum späteren Vergleich.

Anästhesie: mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Patienten unter Vollnarkose behandelt; vor und während des Eingriffs werden sie am Schlafen sein. Eine Fettabsaugung kann zwischen 1 und 4 Stunden dauern. Es kann auch vorkommen, dass bei kleineren Operationsbereichen Epiduralanästhesie oder einfache örtliche Betäubung verwendet wird.

Patienten können ein schwaches Kratzen unter der Haut spüren, während die Hohlnadel arbeitet. Das ist absolut normal. Wenn allerdings akute Schmerzen entstehen, muss unbedingt der Arzt kontaktiert werden, da eine Umstellung der Medikamente von Nöten sein kann.

Wenn Patienten auf örtliche Betäubung bestehen, müssen diese während der Operation oft stehen, um eine entsprechend korrekte Operation zu versichern.

 

Eine der folgenden Liposuktion-Techniken wird benutzt:

Schwellende Liposuktion: Mehrere Liter Salzlösung mit dem Schmerzmittel Lidocain und Epiphedrin(Adrenalin) werden unter die Haut gespritzt. Epiphedrin hilft bei der Minimierung von Blutungen, Reizungen und post-operativen Schwellungen. Das Fett wird nun durch kleine Röhren abgesaugt. Dies ist die beliebteste Form der Liposuktion.

Die Menge an Flüssigkeit, die hierbei in den Körper gelassen wird, kann das dreifache der Menge an Fett sein. Diese große Flüssigkeitsmenge schafft einen Raum zwischen Muskel und Fettgewebe, der einen sicheren Eingriff ermöglicht.

NasseLiposuktion: Eine kleine Menge an Flüssigkeit wird in den Zielbereich injiziert. Die Flüssigkeit ist ähnlich wie die bei der schwellenden Liposuktion und verhindert ebenfalls Schwellungen. Des Weiteren hilft sie bei der Lockerung von Fett-Zellen, die dann entfernt werden.

SupernasseLiposuktion: Diese Technik nutzt weniger Flüssigkeit als die schwellende Liposuktion; ungefähr die gleiche Menge wie die des zu entfernenden Fettes. Ansonsten ist diese Technik der schwellenden Liposuktion sehr ähnlich. Der Patient braucht möglicherweise ein weiteres Schmerzmittel.

Trockene Liposuktion: Hier wird keine Flüssigkeit injiziert. Diese Methode wird heute eher selten benutzt, da sie ein höheres Risiko von Wunden und Blutungen mit sich bringt.

Ultraschall-Liposuktion (UAL): Die Hohlnadel wird mit Ultraschall betrieben. Dies führt dazu, dass das Fett bei Berührung wegschmilzt – die Ultraschall-Vibration zerstört die Zellenwände des Fetts, verflüssigt es und macht es so zum Absaugen bereit. Diese Methode ist zur Arbeit an eher faserigen Körperstellen wie der männlichen Brust, dem Rücken und Regionen, die bereits behandelt worden sind, geeignet.

UAL ist besonders gut für widerspenstige Fettansammlungen geeignet. Es werden aber längere Einschnitte in die Haut benötigt und es besteht ein Risiko an inneren Verbrennungen. Diese Prozedur dauert außerdem länger, da sie meist simultan mit der schwellenden Liposuktion benutzt wird. Außerdem ist sie teurer. Nach Ultraschall-Liposuktion muss stets eine reguläre Liposuktion durchgeführt werden, um das Fett zu entfernen.

UAL Techniken waren zunächst wegen ihrer Gewebebeschädigung gefürchtet, die durch zu starker Aussetzung von Ultraschall hervorgerufen wird. UAL-Geräte der aktuellsten Generation – wie das Vaser Lipo System – verhindern dies durch eine pulsartige Anwendungen und spezielle Sonden, die bei der Entfernung von Fett helfen.

Powerassisted Liposuktion (PAS): Verwendet eine spezielle Hohlnadel mit mechanischen Bauteilen, die sich in einer ständigen Vor-Zurück-Bewegung befindet, um Fett noch einfacher zu entfernen. Sie ähnelt der traditionellen UAL, aber der Chirurg muss nicht annähernd so viele Bewegungen durchführen. Die Methode ermöglicht häufig weniger Schwellungen oder Schmerzen und begünstigt einen Einsatz in kleineren Bereichen, bei denen Präzision besonders gefragt ist.

LaserLipo (LAL): Setzt die Verwendung von schwellungshemmenden Flüssigkeiten voraus. Es handelt sich um eine wesentlich schonendere und weniger schmerzintensive Prozedur als die reguläre Liposuktion. Eine Mikro-Hohlnadel wird durch einen Einschnitt unter die Haut eingeführt um mit Laser-Energie Fett zu verbrennen.

 

Chirurgische Instrumente der Liposuktion

Die Hohlnadel: Dies ist eine rostfreie, kleine Stahlröhre, die unter die Haut geführt wird und mit der Fett abgesaugt wird.

Die Mikro-Hohlnadel: Eine sehr kleine Hohlnadel mit einem Durchmesser von weniger als 3 mm Fettabsaugung - Liposukion(manche Experten definieren sie erst so mit einem Durchmesser von 2,2 mm).

Die Größe der Hohlnadel kann bestimmen, wie glatt die Haut nach dem Eingriff ist. Große Hohlnadeln sorgen viel häufiger für Unregelmäßigkeiten als kleine. Große Hohlnadeln werden häufig nur für Ganzkörper-Liposuktionen verwendet.

Nachdem die zu behandelnde Sektion vorbereitet wurde, wird sie mit einem Schnitt (oder manchmal mehreren) versehen und eine Hohlnadel wird eingeführt. Diese Hohlnadel ist mit einer speziellen Vakuumpumpe verbunden. Auf diese Weise wird zunächst das Fett gelockert und anschließend abgesaugt.

Das Ablassen von überschüssiger Flüssigkeit und Blut – nach der Operation kann es sein, dass der Chirurg den Schnitt offen lässt, damit die Flüssigkeiten ablaufen können.

 

Nach der Fettabsaugung

Narkose: Patienten, deren Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt worden ist, verbringen meist die folgende Nacht im Krankenhaus. Patienten mit örtlicher Betäubung können meist das Krankenhaus am gleichen Tag verlassen. Teilnahme am Straßenverkehr ist bis zu 24 Stunden nach der Operation untersagt.

Verbände: Patienten erhalten entweder ein Stütz-Korsett oder elastische Kompressen je nachdem, welche Körperregionen behandelt wurden. Sie helfen gegen Entzündungen und Verletzungen. Es empfiehlt sich, diese auch mehrere Wochen anzubehalten. Achten Sie stets auf die Hinweise Ihres Arztes dazu, wie Sie Ihre Wunden sauber halten und die Verbände tragen müssen.

Antibiotika: Es kann vorkommen, dass Patienten nach dem Eingriff Antibiotika nehmen müssen.

Schmerzmittel: Häufig werden nach der Operation Schmerzmittel verschrieben, um Entzündungen und Schmerzen möglichst gering zu halten.

Nähung: Nach dem Eingriff folgt meist ein zweiter Termin, bei dem Fäden gezogen werden.

Prellungen: Im Zielbereich der Operation treten meist bemerkenswerte Prellungen auf. Die Stärke dieser Prellungen hängen dabei davon ab, wie groß die Zielregion ist. Die Wunden bestehen meist für mehrere Wochen, aber nie länger als sechs Monate.

Taubheit: An den Stellen, wo Fett entfernt wurde, fühlen Patienten sich nach dem Eingriff oft taub. Dies sollte sich in den nächsten sechs bis acht Wochen verbessern.

Ergebnisse: Patienten und ihre Chirurgen werden die wahren Resultate meist erst nach einigen Wochen sehen können, wenn Schwellungen und Prellungen vollständig zurückgegangen sind. Die größten Schwellungen sollten bereits nach vier Wochen weg sein.

Patienten, die ihr Gewicht halten, erwarten meist permanente Ergebnisse. Diejenigen, die anschließend wieder zunehmen, werden eine unregelmäßige Fettverteilung bemerken. Auf die Weise entstehen neue Problemzonen.

Wenn der betroffene Patient sich vorher alles gut überlegt hat, mit seinem Hausarzt über die körperliche Verfassung und Eignung gesprochen hat sowie mit seinem Chirurgen über Motivation und gewünschte Ergebnisse gesprochen hat und während des Eingriffs keine Komplikationen entstanden sind, sollte er mit den Ergebnissen in jedem Fall zufrieden sein.

Was sind die Risiken einer Fettabsaugung?

Jeder operative Eingriff hat gewisse Risiken wie Blutungen, Schwellungen und Reaktionen auf Schmerzmittel. Die Risiken der Komplikationen hängen hierbei direkt mit der Größe der Operation und der Expertise des Chirurgen zusammen. Die folgenden Nebenwirkungen, Risiken oder Komplikationen sind möglich:

Schwere Prellungen: Dies kommt besonders ausgeprägt vor, wenn Patienten Entzündungs-Hemmer oder Aspirin einnehmen. Patienten, die zu starken Blutungen neigen, sind besonders davon betroffen. 

Entzündungen: Bis die Schwellungen vollständig zurückgehen, kann bis zu sechs Monaten dauern. Häufig kann auch einige Zeit nach der Operation noch Flüssigkeit aus den Wunden austreten.

Thrombophlebitis: In einer Vene entsteht ein Blutgerinnsel, was zu Entzündungen führt. Dies kann Liposuktions-Patienten betreffen, besonders diejenigen mit Eingriffen in Hüft- und Kniebereich.

Unregelmäßige Konturen: Wenn der Patient eine stark unelastische Haut hat oder diese nicht wie erwünscht heilt, kann es zu Dellen, Beulen oder anderen Unebenheiten der Haut kommen. Dieses unerwünschte Ergebnis kann permanent sein. Die Hohlnadel kann der Haut Schäden zufügen, die diese fleckig aussehen lassen. Unter der Haut kann sich ein Serom (Flüssigkeitsablagerung) bilden, das abgesaugt werden muss.

Taubheit: Die behandelte Körperregion wird sich für eine bestimmte Zeit taub anfühlen; dies ist normalerweise nur vorübergehend. Es kann auch zur temporären Nerven-Irritation kommen.

Infektionen: Auch wenn dies eher selten ist, kann es zu Hautinfektionen kommen. Manchmal muss dies chirurgisch mit Risiko von Narbenbildung behandelt werden.

Interne Organ-Punkturen: Dies ist sehr selten. Wenn die Hohlnadel zu tief eindringt, können Organe punktiert werden. Dafür ist eine chirurgische Behandlung nötig. Interne Organ-Punkturen können tödlich sein.

Tod: Narkose hat stets ein geringes Todes-Risiko.

Leber- oder Herzprobleme: Da Flüssigkeiten injiziert oder abgelassen werden, können diese Unregelmäßigkeiten zu Problemen mit Leber oder Herz führen.

Lungenembolie: Fett gelangt in den Blutkreislauf, gelangt zur Lunge und blockiert diese. Lebensbedrohlich.

Lungenödem: Dies kann ein Resultat davon sein, dass Flüssigkeiten in den Körper injiziert werden. Hier staut sich Flüssigkeit in der Lunge.

Allergische Reaktionen: Es können allergische Reaktionen auf Medikamente oder Materialien auftreten.

Hautverbrennungen: Die Bewegung der Hohlnadel können zu Verbrennungen der Haut oder Nerven führen.

Lidocain-Vergiftung: In der super-nassen oder schwellenden Technik kann zu viel Salzlösung in den Körper gepumpt werden oder zu hohe Lidocain-Konzentrationen im Körper auftreten. Wenn die Lidocain-Werte im Körper zu hoch sind, kann es zu einer Vergiftung kommen – zuerst führt dies zu Taubheit bestimmter Körperteile, dann Krampfanfällen bis hin zu Bewusstlosigkeit oder Herzstillstand.